Rezept: Wunderbares Pikantes Roggen-Weizen Sauerteig Würzbrot
Sauerteig ist tatsächlich einfach. Es ist nur ein Klumpen Mehl, der etwas Fürsorge braucht, das meiste aber macht er von alleine. Zugegeben, man sollte ihn nicht vergessen, was mir zumindest dann doch etwas Schwierigkeiten macht. Um das "füttern" nicht zu vergessen, habe ich inzwischen einen Alarm eingestellt, der mich wöchentlich erinnert.
Nun aber von vorne Sauerteig gärt ja bekannterweise. Um ihn dazu zu bringen braucht es etwas Wasser, Mehl und Zeit. Es gibt eine Reihe Empfehlungen, bei einigen die ich dann gelesen habe, wirkte das schon ein bisschen Religiöses. Tatsächlich hatte ich bei den ersten Versuchen ihn auch überall hingestellt, auf die Gas-Therme, neben einen Router, auf den Router, in die eine Box mit einem ganz anderen Router, Heizung. Dann hat mir ein ganz wunderbarer Mensch aber gesagt das, den ganz einfach auf ihre Theke stellt und wartet.
Okay, daraus ließ sich alles runterbrechen auf,
- mach es nicht zu kompliziert
- wasch deine Hände
- sorge für eine saubere Arbeitsumgebung
Um den Sauerteig anzumischen, ein paar Löffel mit Mehl, bei mir ist es Roggenmehl 1150. Ein paar Löffel Wasser, ich nehme lieber lauwarmes, vermische alles in ein Einmachglas. Alle Klümpchen verrühren, das ganze sollte eine Weiche Masse sein, nicht zu zäh, nicht zu flüssig. Ja, ich weiß, du findest das schon raus. Dann abdecken und hinstellen, wo immer du denkst das es passt.
Es wird sich später eine Kruste bilden, die solltest du immer wieder einrühren. Die Kruste verhindert, dass der Sauerteig atmen kann. Wen sich eine Kruste gebildet hat, kannst du auch anfangen ihn zu füttern und das jeden Tag. Ein Löffel Mehl und ein oder zwei Löffel lauwarmes Wasser, das machst du so lange bist du genug und etwas mehr hast das für ein Brot reicht.
Du kannst den Sauerteig auch im Kühlschrank lagern alle 1-2 Wochen packe ich ihn raus, füttere ihn und lasse ihn über Nacht stehen, wen er dann wieder gewachsen ist, verschließe ich das Gefäß und stelle ihn zurück in den Kühlschrank.
1. Mischen

Für das Brot wird einfach der Sauerteig in eine Schüssel mit Lauwarmen Wasser vermengt, dann wird der Rübensirup hinzugefügt.
In einer zweiten Schüssel werden die übrigen Zutaten vermengt. Die Chiliflocken sind optional, da ich immer wieder auf Menschen treffen die es mit Chili nicht so haben, funktonieren die übrigen Gewürze auch ohne Chili.
2. Teig kneten
Dann wird die Schüssel mit Mehl und Gewürzen mit der Sauerteig Schüssel vermengt. Ich nehme einen Löffel und rühre solange bis alles fester wird und wechsel dann auf Hand und fange an zu kneten. Etwas Geduld, irgendwann merkt man ob der Teig zu feucht oder zu trocken ist. Wen er nur noch ganz leicht klebt ist er richtig. Ich streue oft etwas Mehl und knete ihn darauf bis er genau richtig ist.
3. Geduld

Der Teig wird abgedeckt, ich nutze ein Gärkörbchen, und dann wird gewartet. Um genau zu sein 24 Stunden. Bevor man den Teig ins Gärkörbchen packt, sollte er ordentlich eingemehlt werden, sonst könnte er sehr am Gärkörbchen kleben,
4. Backen

24 Stunden später, kann er dann rausgenommen werden, ich knete ihn dann nochmal und packe ihn zurück ins Körbchen. Dann wird der Backofen vorgeheizt, auf 250 Grad. Ich nehme ein Dutch Oven, öle diesen etwas ein. Ist die Temperatur erreicht, kann das Brot in der geschlossenen Gusseisen-Form in den Backofen. Etwas für 40 Minuten bleibt er drin, dann nochmal bei 160 Grad, für 10-15 Minuten Umluft. Fertig!
